Prof. Dr. med. Markus Weigand – Ärztlicher Direktor der Klinik für Anästhesiologie am Universitätsklinikum Heidelberg

Als Anästhesisten stehen wir täglich vor herausfordernden Situationen. Doch keiner von uns hatte es jemals mit einer Pandemie zu tun. Um eine Situation wie in Norditalien zu vermeiden, entwickelten wir gemeinsam mit Task Force, Vorstand und dem Zentrum für Informations- und Medizintechnik ein Stufenkonzept zur Belegung von Intensivbetten am gesamten UKHD einschließlich Thoraxklinik. So konnten wir sowohl die steigende Anzahl Infizierter versorgen als auch die normale intensiv medizinische Versorgung sicherstellen.

Dietmar Hopp - Curevac - Corona

„Die Versorgung von NotfallpatientInnen war nie gefährdet.“

Zusammen mit dem Zentrumsvorstand Chirurgie aktivierten wir weitere 104 Intensivbetten im Neubau Chirurgie. Die intensivmedizinische Versorgung wurde dort durch neue, hoch motivierte interprofessionelle Teams über alle Fächergrenzen hinweg unter der Leitung erfahrener IntensivmedizinerInnen sichergestellt. So konnten wir nur die tatsächlich benötigten Beatmungsbetten freigeben. Die Versorgung von NotfallpatientInnen mussten wir dadurch nie einschränken, dringliche OPs nicht verschieben. Am Ende wurden die zusätzlichen Beatmungsbetten nicht gebraucht, doch mich hat beeindruckt, wie viel man in nur drei Wochen
gemeinsam erreichen kann. Bleiben werden auch die von meinem Team entwickelten Maßnahmen zum Umgang mit der psychischen Belastung von Pflegepersonal und MedizinerInnen sowie unsere Ausbildungsvideos und -podcasts, die zum Teil auf der ganzen Welt angeklickt wurden.

Weitere Auszüge aus dem Buch

 

Karl-Martin Pfenning

Karl-Martin Pfenning

Als in der ersten Welle das Leben auf das Wichtigste reduziert wurde, waren alle nicht systemrelevanten Bereiche plötzlich zweitrangig. Branchen mit globalen Lieferketten wie die Automobilindustrie kamen zum Stillstand.

Karl Hellwig

Karl Hellwig

Solange wir hören: „Toll, dass ihr das macht“, werden wir weitermachen.

Ursula Teschner

Ursula Teschner

Mit der Idee des Musizierens im öffentlichen Raum hoffe ich, ein bisschen gute Laune zu verbreiten. Außerdem macht es auch mir selbst viel Freude.